Wechselstrom-Netzsteckdosen überprüfen

Zur Gewährleistung der Sicherheit und eines zuverlässigen Betriebs müssen Sie die Wechselstrom-Netzsteckdosen überprüfen. Verwenden Sie zur Ausführung dieser Task die hier angegebene Prozedur.

Vorbereitende Schritte

Stellen Sie vor Beginn dieser Prozedur sicher, dass ein Mehrfachmessgerät zum Prüfen der Spannung und ein entsprechend geprüftes Erdungsimpedanztestgerät zum Testen der Erdungswiderstände vorhanden sind.
Anmerkung: Verwenden Sie zum Testen der Erdungswiderstände nur ein entsprechend geprüftes Erdungsimpedanztestgerät. Verwenden Sie zum Messen der Erdungswiderstände kein Mehrfachmessgerät.

Informationen zu diesem Vorgang

Führen Sie die folgenden Überprüfungen der Wechselstromquelle aus, bevor Sie das Rack an eine Wechselstromquelle anschließen:

Vorgehensweise

  1. Schalten Sie den Sicherungsautomaten der Wechselstrom-Netzsteckdose aus, an die das Rack angeschlossen wird. Bringen Sie am Schalter des Sicherungsautomaten ein Schild mit der Aufschrift Nicht einschalten an.
    Anmerkung: Alle Messungen werden bei einer in der normalen Position installierten Aufnahmeplatte der Netzsteckdose vorgenommen.
  2. Einige Netzsteckdosen befinden sich in Metallgehäusen. Führen Sie bei dieser Art von Netzsteckdosen die folgenden Schritte aus:
    1. Messen Sie mit einem Mehrfachmessgerät den Spannungswert von dem Metallgehäuse der Netzsteckdose zu einem beliebigen geerdeten Metallteil des Gebäudes, beispielsweise zu den Stützen eines Hohlraumbodens, zu einem metallischen Wasserrohr, zu Baustahl usw. Der gemessene Spannungswert muss unter 1 Volt liegen.
    2. Messen Sie mit einem Mehrfachmessgerät den Spannungswert vom Schutzleiterkontakt der Netzsteckdose zu einer geerdeten Stelle im Gebäude. Der gemessene Spannungswert muss unter 1 Volt liegen.
      Anmerkung: Ist das Metallgehäuse oder die Aufnahmeplatte der Netzsteckdose lackiert, müssen Sie darauf achten, dass die Prüfspitze die Farbe durchdringt und ein guter elektrischer Kontakt zu dem Metall hergestellt wird.
    3. Messen Sie mit einem Mehrfachmessgerät den Widerstand vom Schutzleiterkontakt der Netzsteckdose zum Metallgehäuse der Netzsteckdose. Messen Sie den Widerstand vom Schutzleiterkontakt zur Gebäudeerdung. Der gemessene Wert muss unter 1,0 Ohm liegen, d. h. es ist eine durchgängige Schutzleiterverbindung vorhanden.
  3. Wird nicht bei allen Messungen in Schritt 2 der erforderliche Wert gemessen, stellen Sie den Strom ab und nehmen Sie die erforderlichen Korrekturen an der Verdrahtung vor. Führen Sie nach der Korrektur der Verdrahtung die Messungen an der Netzsteckdose erneut aus.
  4. Messen Sie mit einem Erdungsimpedanzmessgeät den Widerstand zwischen dem Schutzleiterkontakt der Netzsteckdose und den einzelnen Phasenanschlüssen. Es muss 'Unendlich' gemessen werden. Bei dieser Messung wird festgestellt, ob ein Leitungserdschluss oder eine Leitungsvertauschung vorliegt.
  5. Messen Sie mit einem Erdungsimpedanzmessgeät den Widerstand zwischen den Phasenanschlüssen. Es muss 'Unendlich' gemessen werden. Bei dieser Messung wird festgestellt, ob ein Leitungskurzschluss vorliegt.
  6. Schalten Sie den Sicherungsautomaten ein.
  7. Messen Sie mit einem Mehrfachmessgerät die Spannung zwischen den Phasen. Liegt keine Spannung am Gehäuse oder am Schutzleiterkontakt der Netzsteckdose an, kann die Netzsteckdose berührt werden.
  8. Überprüfen Sie mit einem Mehrfachmessgerät, ob die Spannung an der Wechselstrom-Netzsteckdose korrekt ist.

Ergebnisse

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