Retourenrichtlinien und -validierungen
Klare und präzise Retourenrichtlinien erhöhen die Kundenzufriedenheit und vereinfachen den Retourenprozess. Retourenrichtlinien werden vom jeweiligen Unternehmen definiert.
Wenn ein Kunde einen Artikel an das Geschäft zurücksendet, wird der Artikel gegen die Retourenrichtlinien validiert. Die Retourenvalidierungen verhindern Betrug und ermöglichen eine reibungslose Retourentransaktion. Nach Abschluss der Retourenvalidierungen wird dem Kunden der Kaufbetrag über die entsprechende Zahlungsmethode zurückerstattet.
Retourenvalidierungen
Validierungen für Retourenverarbeitung gehören zur Retourendomäne. Eine Retourenvalidierung enthält einen Erkennungsmechanismus, der ermittelt, ob die Überschreibungsregeln der Validierung ausgeführt werden sollen. Schlägt eine für die Validierung konfigurierte Überschreibungsregel fehl, kann ein Verstoß verursacht werden, der eine Managergenehmigung erfordert.
Die folgenden Validierungen werden für die Verarbeitung von Retouren verwendet:
- Ist retournierbar: Kennzeichnet einen Artikel als retournierbar/nicht retournierbar.
- Retourenfenster: Gibt den Zeitraum an, in dem ein Artikel retourniert werden kann.
- Retourengrund: Gibt Ursachencodes für das Retournieren eines Artikels an.
- Maximaler Stückpreis von Artikel: Gibt den Stückrückerstattungswert eines Artikels in einer Auftragsposition an.
- Ist Blindposition: Gibt an, ob eine Blindposition in einem Retourenauftrag akzeptiert oder abgelehnt wird.
Retournierbaren Artikel validieren
Diese Validierung wird verwendet, um zu prüfen, ob der Artikel, der vom Kunden zurückgesendet wird, retournierbar ist.
Ist der Artikel als nicht retournierbar konfiguriert und schlägt die Validierung fehl, wird die checkOverrideRule-API aufgerufen, um Überschreibungsregeln auszuführen und Verstöße zu erkennen.
Retourenfenster validieren
In dieser Validierung wird geprüft, ob sich die Vertriebsaufträge, die den Retourenpositionen zugeordnet werden sollen, im Retourenfensterbereich befinden.
Es werden alle Vertriebsaufträge abgerufen, die den Suchkriterien entsprechen, die im Retourenauftrag angegeben sind. Diese Vertriebsaufträge werden anhand des Retourenfensterbereichs gefiltert, der in den Artikeldetails angegeben ist.
Für diese Validierung wird die Artikelentität erweitert, um die folgenden Attribute hinzuzufügen:
MinReturnWindow: Definiert den Mindestzeitraum, in dem ein Artikel retourniert werden kann.
MaxReturnWindow: Definiert den maximalen Zeitraum, in dem ein Artikel retourniert werden kann.
Die Erkennungsregeln für diese Validierung basieren auf der Kundenebene und einem entsprechenden Retourenfenster, das durch das Unternehmen definiert ist.
- Für die Kundenebene (CustomerLevel) "GOLD" ist das Retourenfenster (ReturnWindow) gleich 20 Tage.
- Für die Kundenebene (CustomerLevel) "PLATIN" ist das Retourenfenster (ReturnWindow) gleich 30 Tage.
- Für die Kundenebene (CustomerLevel) "DIAMANT" ist das Retourenfenster (ReturnWindow) gleich 40 Tage.
- Für die Kundenebene (CustomerLevel) "XYZ" ist das Retourenfenster (ReturnWindow) gleich 15 Tage.
Der Erkennungsmechanismus, der für diese Validierung bereitgestellt wird, hat eine vordefinierte Greex-Regel, die auf den Attributen "CustomerLevel" und "ReturnWindow" basiert. Wenn der Erkennungsmechanismus feststellt, dass Überschreibungsregeln ausgeführt werden müssen, wird die checkOverridenRule-API angerufen, um die konfigurierten Überschreibungsregeln auszuführen und Verstöße zu erkennen.
Ursachencode für Retoure validieren
Diese Validierung wird verwendet, um den Retourengrund des Artikels zu prüfen, der zurückgesendet wird.
Wenn der Ursachencode für Retoure mit dem Retourengrund auf dem Retourenauftrag übereinstimmt, ermittelt der Erkennungsmechanismus, ob Überschreibungsregeln ausgeführt werden müssen. Sind Überschreibungsregeln für den Artikel konfiguriert, wird die checkOverridenRule-API aufgerufen, um die Überschreibungsregeln auszuführen und Verstöße zu erkennen.
- Retourengrund (ReturnReason) ist "Offene Verpackung" (OPENBOX)
- Retourengrund (ReturnReason) ist "Beschädigt" (DAMAGED)
Stückpreis validieren
Mit dieser Validierung wird geprüft, ob der Wert des Artikels, der retourniert wird, kleiner oder größer ist als der Basiserstattungsbetrag. Der Basiserstattungsbetrag ist der Mindesterstattungsbetrag, der für einen Artikel definiert ist und ohne Genehmigung an den Kunden ausgezahlt werden kann.
In dieser Validierung ist der Basiserstattungsbetrag der Erkennungsmechanismus. Ist der Basiserstattungsbetrag größer als der definierte Erstattungsbetrag, wird die checkOverridenRule-API aufgerufen, um die Überschreibungsregeln auszuführen und Verstöße zu erkennen.
Diese Validierung wird für ein Szenario verwendet, in dem hochwertige Artikel nur über eine Managerüberschreibung retourniert werden.
- Positionssumme (LineTotal) ist größer als 100 €.
Blindposition validieren
- Zu große Retourenmenge vom Kunden
- Retoure ohne Beleg
- Betrugsfälle
Blindpositionsvalidierung wird dazu verwendet, Blindretourenpositionen zu akzeptieren oder abzulehnen. Der Erkennungsmechanismus für diese Validierung ist intern.
Wenn es für einen Auftrag Blindpositionen gibt und wenn für diese Validierung Überschreibungsregeln konfiguriert sind, wird die checkOverridenRule-API aufgerufen, um die Überschreibungsregeln auszuführen und Verstöße zu erkennen.
- Wenn Blindposition (IsBlindLine) gleich "J" (Y) und Kundenebene (CustomerLevel) gleich "DIAMANT" (DIAMOND), dann Retourengrund (ReturnReason) "BESCHÄDIGT" (DAMAGED) akzeptieren.
- Wenn Blindposition (IsBlindLine) gleich "J" (Y) und Kundenebene (CustomerLevel) gleich "", dann Retourengrund (ReturnReason) "OFFENE VERPACKUNG" (OPENBOX) nicht akzeptieren.