Wie viel Speicherplatz soll zugeordnet werden?
Die Daten werden in Form von Tabellen (Attributgruppen), Gruppen und Dateien in den persistenten Datenspeicher geschrieben. Jede einzelne Tabelle ist einer Gruppe zugeordnet und jeder Gruppe ist mindestens eine Tabelle und eine Datei zugeordnet. Wie viele Daten zur Verfügung stehen, hängt von der Größe des persistenten Datenspeichers (über die Dateien verteilt), den ausgewählten Gruppen und der Aktivität des überwachten Systems oder Subsystems ab. Standardmäßig sind eine Gruppe und sechs Dateien zugeordnet. Wenn Sie den persistenten Datenspeicher konfigurieren, wird über die Verarbeitungsprozesse für den persistenten Datenspeicher der Speicherbedarf für die Gruppendatenspeicherdateien und der zusätzlich erforderliche Speicherbedarf für allgemeine Informationen berechnet. (Zu den allgemeinen Informationen gehören das Produktdatenverzeichnis, Tabellensätze, Indexsätze und der Zusatzspeicher für Puffer, der für den Fall, dass Dateien vollständig belegt sind, reserviert werden muss.) Der Umfang des zugeordneten Speicherplatzes muss von Ihnen jedoch möglicherweise angepasst werden.
Zunächst sollten Sie die Standardanzahl von Zylindern und Gruppen akzeptieren, die von den einzelnen Produkten bereitgestellt werden (Kpp_PD_CYL=, Kpp_PD_GRP=). Schließlich können Sie die richtige Größe des Speicherplatzes ermitteln, indem Sie beobachten, wie oft die Verwaltungsprozeduren ausgeführt werden und den Speicherplatz entsprechend anpassen. Um Ihnen genauere
Berechnungen zu ermöglichen, enthält die Produktdokumentation für die Überwachungsagenten Schätzungen
zum Bedarf an Speicherplatz und entsprechende Informationen zu Attributtabellen. Möglicherweise möchten Sie
jedoch auch eigene Berechnungen anstellen, die standortspezifische Faktoren, wie Typen der
ausgeführten Überwachungsagenten, Anzahl und Typen der überwachten Ressourcen etc., berücksichtigen. Sie können den Bedarf an Speicherplatz auch durch Experimentieren ermitteln. Wenn Sie in Ihren Berichten nicht die gewünschte Menge an Daten sehen, können Sie die Standardwerte überschreiben.
Eine Möglichkeit, den erforderlichen Gesamtspeicherplatz zu verringern, besteht darin, die Anzahl der Dateien in der Gruppe zu erhöhen (d. h. die Anzahl der Dateien, die die Gesamtzahl der Zylinder des PDS-Speicherplatzes bereitstellen), da sich dadurch der Prozentsatz des Gesamtspeicherplatzes verringert, der für die aktive und die leere Datei erforderlich ist. Der erforderliche Speicherplatz verringert sich erheblich, wenn die Anzahl der Dateien in der Gruppe auf 6 oder 8 erhöht wird. Der maximal zulässige Wert liegt bei 36. Ein weiterer Vorzug beim Erhöhen der Dateianzahl in der Gruppe besteht darin, dass Rolloff-Operationen zum Data-Warehouse sowie Kurzzeitprotokollabfragen effizienter ausgeführt werden können, wenn die einzelnen Dateien nicht so umfangreich sind. Der zusätzliche Aufwand der bei der erhöhten Dateianzahl in der Gruppe durch häufigere Dateiwechsel (und voraussichtlich auch durch das Ausführen von Wartungsarbeiten) entsteht, wird durch die gewonnene Effizienzsteigerung mehr als ausgeglichen.
Werden Protokolldaten in generischen Protokolldateien auf dem Überwachungsserver erfasst, sind dieselben Aspekte zu berücksichtigen. Der Dateiumfang muss in diesem Fall jedoch so bemessen sein, dass die Dateien die Daten von allen Agenten aufnehmen können, die in diese Dateien schreiben.
Weitere Informationen zum Ändern der Größe des persistenten Datenspeichers finden Sie unter Größe der Dateien des persistenten Datenspeichers ändern und Vorgehensweise: Anzahl der PDS-Dateien und Dateigröße ändern.