IBM Content Manager Version 8.5.0.3             

MIME-Typ

Wenn Sie in IBM® Content Manager ein Objekt erstellen, legen Sie seinen MIME-Typ fest. Wenn ein Objekt dieses Typs aus dem Ressourcenmanager abgerufen wird, liest Ihre Anwendung den MIME-Typ und ermittelt, wie das Objekt zu verarbeiten ist. Beispiel: Wenn der MIME-Typ für ein Objekt GIF ist, startet Ihre Anwendung einen Web-Browser, um das Objekt anzuzeigen.

A MIME (Multipurpose Internet Mail Extension) Typ ist ein Internet-Standard für die Angabe des über das Internet zu übertragenden Objekts. MIME-Typen beinhalten verschiedene Text-, Audio-, Image- und Videodaten.

Der MIME-Typ ersetzt die Inhaltsklasse der früheren IBM Content Manager-Versionen.

Um die verschiedenen Typen von Daten in IBM Content Manager verarbeiten zu können, muss jedes Objekt einem MIME-Typ zugeordnet sein. Anzeigefunktionen müssen die MIME-Typen kennen, um bestimmte Dokumentformate anzeigen zu können. Sie müssen entscheiden, welche Datentypen von IBM Content Manager verwendet werden können, indem sie gegenüber dem System identifiziert werden.
Tipp: Der IBM Content Manager-Library-Server, der Ressourcenmanager und Java™- und C++-APIs verwenden die MIME-Typ-Einstellung intern für jede Art der Verarbeitung und legen keine MIME-Typen für Objekte fest. Die Zuordnung eines Objekts zu einem MIME-Typ wird vom Benutzer festgelegt und kann von einer Anwendung wie beispielsweise dem Client for Windows oder einem Web-Client verwendet werden. IBM Content Manager speichert systemdefinierte und benutzerdefinierte MIME-Typen in der Library-Server-Datenbank. IBM Content Manager speichert auch die Verbindung zwischen jedem Objekt und dem benutzerdefinierten MIME-Typ in den Library-Server-Ressourcenteiltabellen, beispielsweise in der ICMUT00300001-Tabelle und in der RMOBJECTS-Tabelle des Ressourcenmanagers.

IBM Content Manager wird mit einigen vordefinierten MIME-Typen geliefert, die Sie im Systemverwaltungsclient anzeigen können und die eine Clientanwendung verwenden kann. Wenn Sie Datentypen speichern müssen, die nicht von vordefinierten MIME-Typen identifiziert werden, müssen Sie neue hinzufügen. Wenn Sie einen neuen MIME-Typ definieren, müssen Sie die folgende Namenskonvention verwenden: Inhaltstyp/Subtyp.

Ein Inhaltstyp beschreibt den Inhalt eines Dokuments und ermöglicht es der Anwendung, zu erkennen, welches Anzeigeprogramm für seine Darstellung verwendet werden soll. Ein Subtyp legt ein bestimmtes Format für das Dokument fest. Beispiel: Der MIME-Typ image/jpeg beschreibt eine Datei als Bilddatei, der Subtyp legt die Datei als JPEG-Format fest. Verfügbare Inhaltstypen enthalten insbesondere die folgenden Typen:
Audio
Audiodateien wie Musik- und Sprachaufzeichnungen. Beispiele: audio/basic und audio/mpeg.
Anwendung
Binärdateien und spezifische Anwendungen wie Lotus Word Pro (application/vnd.lotus-wordpro) oder Lotus Freelance (application/vnd.lotus-freelance).
image
Bilddateien wie Fotos und Zeichnungen. Beispiele: image/tiff und image/g3fax.
text
Textdateien, die verschiedene Zeichensätze in verschiedenen Sprachen verarbeiten können, beispielsweise HTML- und XML-Dateien. Beispiele: text/plain und text/html.
video
Video oder Animationsdateien wie MPEGs. Beispiele: video/mpeg und video/quicktime.

Wenn Sie einen MIME-Typ erstellen müssen, der kein Standard-MIME-Typ ist, können Sie ihn mit der Namenskonvention Inhaltstyp/x-Subtype definieren, wobei Subtyp der benutzerspezifisch Subtyp ist. Beispiel: WAV-Dateien werden nicht als Standard-MIME-Typ angesehen, daher sieht der MIME-Typename so aus: audio/x-wav.

Wichtig: Wenn Sie einen MIME-Typ definieren, der als Standard-MIME-Typ angesehen wird, und dafür x- verwenden, erkennt die Anwendung möglicherweise das Dokument nicht. Beispiel: Wenn Sie ein Bild im Format GIF haben, kann Ihr Browser es anzeigen, wenn Sie den MIME-Typ image/gif verwenden. Wenn Sie jedoch den MIME-Typ als image/x-gif definieren, erkennt der Browser den Subtyp x-gif nicht und kann daher das Bild nicht anzeigen.

Wenn Sie einen MIME-Typ definieren, können Sie auch die verwendbaren Suffixe dafür bereitstellen. Suffixe werden auch als Dateierweiterungen bezeichnet. Einige Anwendungen verwenden das Suffix, um den MIME-Typ zu identifizieren. Verbreitete Suffixe sind .pdf für Adobe Acrobat und .htm für die im Internet üblichen HTML-Dateien. Suffixe unterstützen MIME-Typen bei der Erkennung, welche Art von Daten mit welcher Anzeigefunktion angesehen werden können. Viele Anwendungen erkennen jedoch die Dateiformate und können die dafür geeignete Anzeigefunktion aufrufen, ohne dass dafür ein Suffix erforderlich wäre.

Um die MIME-Typen anzuzeigen, die mit IBM Content Manager geliefert werden, erweitern Sie den Eintrag "Datenmodellierung" im Systemverwaltungsclient und klicken auf MIME-Typen. Im Detailfenster werden die vordefinierten MIME-Typen angezeigt.



Letzte Aktualisierung: Juni 2015
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