Service-Flow erstellen

Ein Service-Flow ist eine Folge von Services, Gateways und Ereignissen. Die Editorpalette für Service-Flows stellt Ihnen die Tools zum Entwickeln eines einfachen oder eines komplexen Service-Flows bereit, den Sie anschließend in Ihren Prozessen verwenden können.

Informationen zu diesem Vorgang

Services in früheren Releases wurden mit dem Desktop-Process Designer erstellt. Diese Heritage-Services können in Service-Flows konvertiert werden, die Sie im Web-Process Designer bearbeiten und auf dieselbe Weise wie Heritage-Services ausführen können. Weitere Informationen zur Konvertierung von Heritage-Services finden Sie in Heritage-Services konvertieren.

Vorgehensweise

  1. Klicken Sie in der Bibliothek auf Services > Service-Flow und führen Sie den Assistenten aus:
    1. Geben Sie einen geeigneten Namen für Ihren Service-Flow an.
    2. Wenn Sie den Service-Flow als Team-Service für das Abrufen oder Filtern von Teams verwenden wollen, wählen Sie Als Team-Service verwenden aus und geben Sie den Servicetyp an. Standardmäßig wird eine Schablone angegeben, die dem ausgewählten Servicetyp entspricht. Wenn Sie die Standardschablone ersetzen möchten, können Sie auf einen Service verweisen, der zusätzliche Eingabeparameter und dieselbe Ausgabevariable ohne zusätzliche Ausgabevariablen aufweist.
    3. Klicken Sie auf Fertigstellen.
    Weitere Informationen finden Sie in Services zum Definieren dynamischer Teams verwenden.
  2. Erstellen Sie in der Ansicht Diagramm Ihren Service-Flow, indem Sie in der Palette Artefakte wie Services, Gateways und Ereignisse auf den Erstellungsbereich ziehen und miteinander verbinden. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter Editorpalette für Service-Flow.
  3. Optional: Um ein Script vor oder nach der Ausführung zu einer Aktivität im Service-Flow hinzuzufügen, wählen Sie den Aktivitätsknoten im Service-Flow-Diagramm aus, klicken in der Eigenschaftsansicht auf Vorher & Nachher und geben dann den entsprechenden JavaScript-Code ein bzw. kopieren ihn in den Abschnitt Script vor der Ausführung oder in den Abschnitt Script nach der Ausführung. Der JavaScript-Code, den Sie hinzufügen, wird sofort vor oder nach dem Ausführen der Aktivität ausgeführt. Weitere Informationen finden Sie unter Scripts vor und nach der Ausführung zuweisen.
  4. Optional: Um einen REST-Service, eine Java-Anwendung oder eine externe Implementierung aufzurufen, fügen Sie eine Service-Task zum Diagramm hinzu und verbinden Sie sie. Wählen Sie auf der Registerkarte Implementierung den entsprechenden externen Service aus und wählen Sie dann die Operation aus, die aufgerufen werden soll. Ordnen Sie die Ein- und die Ausgaben auf der Registerkarte Datenzuordnung zu. Siehe Externen Service aufrufen.
  5. Optional: Fügen Sie für die Integration mit einem Enterprise Content Management-Server (ECM-Server) eine Inhaltsintegrationstask zum Diagramm hinzu und verbinden Sie sie. Geben Sie die Eigenschaften für den ECM-Server ein, zu dem Sie eine Verbindung herstellen wollen. Siehe Mit einem ECM-System oder IBM BPM-Speicher integrierten Service erstellen.
  6. Schützen Sie die REST-Services, Coach-Ansichten oder externen Implementierungen, die diesen Service-Flow aufrufen, indem Sie angeben, welche Zugriffsebene für den Aufruf erforderlich ist:
    • Wählen Sie Keine Ajax-Aufrufe zulassen aus, wenn der Service-Flow auf private oder vertrauliche Informationen zugreifen kann, die nicht durch Ajax-Aufrufe verfügbar gemacht werden dürfen.
    • Wählen Sie Aufrufe von vertrauenswürdigen Aufrufern zulassen aus, um nur vertrauenswürdigen Aufrufern wie beispielsweise Coach-Ansichten oder externen Implementierungen das Aufrufen des Service-Flows zu ermöglichen. Die Benutzer, die den Aufruf auslösen, müssen über die Berechtigung für den Aufrufkontext verfügen. Wenn der Service-Flow beispielsweise im Kontext einer angegebenen Task aufgerufen wird, muss der Benutzer über die Berechtigung für diese Task verfügen. Diese Option ist die Standardauswahl für Service-Flows.
    • Wählen Sie Aufrufe von allen Benutzern zulassen aus, um allen Benutzern, die von IBM® BPM authentifiziert wurden, das Aufrufen des Service-Flows zu ermöglichen.
  7. Optional: Um einen weiteren Service-Flow oder Heritage-Service von Ihrem Serviceaufruf aufzurufen, fügen Sie einen verlinkten Service-Flow-Knoten zu Ihrem Diagramm hinzu und geben Sie den Service an, den der verlinkte Service-Flow aufrufen soll. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter Weiteren Service über einen Service-Flow aufrufen.
  8. Optional: Falls Sie den Pfad verzweigen müssen, den Ihr Service-Flow zu Laufzeit nimmt, fügen Sie ein exklusives Gateway zum Service-Flow-Diagramm hinzu und definieren JavaScript-Bedingungen in den Implementierungseigenschaften des Gateways, um den Pfad zu bestimmten, dem der Service-Flow folgt. Weitere Informationen finden Sie unter Exklusive Gateways implementieren.
  9. Optional: Wenn Sie eine Nachricht an einen Undercover Agent (UCA) senden möchten, während der Service-Flow ausgeführt wird, verwenden Sie das Tool Nachricht (sendend) (Dieses Symbol gibt das Tool 'Nachricht (sendend)' in der Palette an.), um dem Diagramm ein abgehendes Nachrichtenzwischenereignis hinzuzufügen. Wählen Sie auf der Registerkarte Implementierung des ausgewählten Nachrichtenereignisses unter Ereigniseigenschaften den Undercover Agent aus, den Sie an das Nachrichtenereignis anhängen möchten, und legen Sie anschließend mithilfe von Aktueller Ziel-Snapshot das Ziel für das Nachrichtenereignis fest. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Nachrichten an Undercover Agents senden.
  10. Optional: Fügen Sie zum Erfassen der Laufzeitdaten zu Status und Verarbeitung einer Service-Flow-Ausführung dem Service-Flow-Modell ein Überwachungsereignis hinzu. Verwenden Sie das Tool Tracking (Dieses Symbol gibt das Tool 'Tracking' in der Palette an.), um dem Service-Flow-Diagramm einen Knoten für das Tracking-Ereignis hinzuzufügen. Fügen Sie das Tracking-Ereignis an dem Punkt in das Diagramm ein, an dem IBM BPM Laufzeitdaten erfassen soll. Weitere Informationen finden Sie in Laufzeitdatenverfolgung aktivieren .
  11. Optional: Wählen Sie zum Verbessern der Leistung unter Weitere Eigenschaften die Option Caching der Service-Flow-Ergebnisse aktivieren aus, um die Felder für die Cachekonfiguration anzuzeigen, und aktivieren Sie für jede Kombination aus Eingabeparameterwerten das Caching für Service-Flow-Ergebnisse. Das Caching ist standardmäßig inaktiviert und die Optionen für die Dauer werden nicht angezeigt. Wenn das Caching aktiviert ist, wird dem Cache für jede Kombination von Eingabeparameterwerten automatisch ein gesondertes Service-Flow-Ergebnis hinzugefügt. Beim Starten des Service-Flows wird der Cache überprüft:
    • Wenn ein passendes Ergebnis gefunden wird, wird das zwischengespeicherte Ergebnis direkt ohne Aufrufen des Service-Flows verwendet.
    • Wenn im Cache kein passendes Ereignis gefunden wird oder wenn das zwischengespeicherte Ergebnis abgelaufen ist, wird der Service-Flow aufgerufen und der Cache wird aktualisiert.
    Die Service-Flow-Ergebnisse werden standardmäßig für 12 Stunden im Cache gespeichert. Um den Zeitraum für das Caching zu ändern, wählen Sie die entsprechende Dauer mithilfe der Felder Tage, Stunden, Minuten und Sekunden aus. Sie können die Größe des Cache ändern, indem Sie in der Datei 100Custom.xml im Abschnitt <server merge="mergeChildren"> einen Wert für <service-result-cache-size> einschließen. Wenn der Service-Flow aufgerufen wird und die Anzahl der zwischengespeicherten Ergebnisse die definierte Größe des Cache überschreitet, wird das Ergebnis mit der ältesten Bearbeitungszeit entfernt, um Platz für das neue Ergebnis zu schaffen.
    Einschränkung: Das Caching von Serviceergebnissen steht für Service-Flows der höchsten Ebene zur Verfügung; es funktioniert jedoch nicht für verlinkte Service-Flows.
  12. Optional: Geben Sie unter Weitere Eigenschaften auch an, ob Sie die automatische Synchronisation von gemeinsam genutzten Geschäftsobjekten aktivieren möchten:
    • Wenn Sie zuvor Keine Ajax-Aufrufe zulassen (Schritt 6) ausgewählt haben, können Sie Gemeinsam genutzte Geschäftsobjekte automatisch synchronisieren auswählen, um die Synchronisation von gemeinsam genutzten Objekten zu aktivieren. Lassen Sie Gemeinsam genutzte Geschäftsobjekte automatisch synchronisieren frei, wenn Sie die Synchronisation inaktivieren möchten (Standardoption). Wenn Sie beispielsweise einen Service-Flow haben, der angepasste Logik ausführt und die gemeinsam genutzten Geschäftsobjekte anschließend explizit speichert, müssen Sie die Option für die automatische Synchronisation abwählen.
    • Wenn Sie Aufrufe von vertrauenswürdigen Aufrufern zulassen oder Aufrufe von allen Benutzern zulassen ausgewählt haben, können Sie Gemeinsam genutzte Geschäftsobjekte automatisch synchronisieren auswählen, um die automatische Synchronisation von gemeinsam genutzten Geschäftsobjekten zu aktivieren. Allerdings hat das Aktivieren der Synchronisation keine Auswirkung, wenn der Service-Flow durch Ajax aufgerufen wird. In diesem Fall gibt eine Warnnachricht an, dass keine automatische Synchronisation von gemeinsam genutzten Geschäftsobjekten auftreten wird.
    Weitere Informationen finden Sie in Gemeinsam genutzte Geschäftsobjekte.
  13. Klicken Sie auf Speichern oder auf Bearbeitung beenden.