Nachrichtenbehandlung und die MQ-Messaging-Schnittstelle

Die MQ -Messaging-Schnittstelle wird mit den benutzerdefinierten Funktionen in SQL-Anweisungen verwendet, damit Sie den DB2® -Zugriff mit der WebSphere® MQ -Nachrichtenbehandlung kombinieren können.

Nachrichtenbehandlung

Das Nachrichtenbehandlungssystem von WebSphere MQ sendet eine Einzelinformation (die Nachricht) an sein Ziel. WebSphere MQ garantiert die Zustellung trotz eventuell auftretender Netzunterbrechungen.

Anwendungsprogrammierer nutzen die MQ-Messaging-Schnittstelle zum Senden und zum Empfangen von Nachrichten. Die MQ-Messaging-Schnittstelle besteht aus den drei Komponenten Nachricht, Service und Richtlinie:
  • Die Nachricht definiert, was von einem Programm an ein anderes gesendet wird.
  • Der Service definiert, wo die Nachricht ankommt oder abgesendet wird.
  • Die Richtlinie definiert wie die Nachricht verarbeitet werden soll.
Um eine Nachricht unter Verwendung der MQ-Messaging-Schnittstelle zu senden, muss eine Anwendung die Nachrichtendaten, den Service und die Richtlinie angeben. Ein Systemadministrator definiert die WebSphere MQ -Konfiguration, die für eine bestimmte Installation erforderlich ist. DB2 stellt den Standardservice und die Standardrichtlinie DB2.DEFAULT.SERVICE und DB2.DEFAULT.POLICY, mit dem Anwendungsprogrammierer ihre Programme vereinfachen können.

WebSphere MQ-Nachrichten

WebSphere MQ verwendet Nachrichten, um Informationen zwischen Anwendungen zu übergeben. Nachrichten bestehen aus den folgenden Komponenten:
  • Die Nachrichtenattribute geben die Nachricht und die zugehörigen Eigenschaften an. Die MQ -Messaging-Schnittstelle verwendet die Attribute und die Richtlinie, um WebSphere MQ -Header und Nachrichtendeskriptoren zu interpretieren und zu erstellen.
  • Die Nachrichtendaten, d. h. die Anwendungsdaten, die in der Nachricht übermittelt werden. Diese Daten werden in der Messaging-Schnittstelle nicht bearbeitet.
Attribute sind Eigenschaften einer WebSphere MQ -Nachricht. Bei Verwendung der MQ-Messaging-Schnittstelle können die Attribute in der Nachricht enthalten sein. Alternativ kann ein Systemadministrator die Attribute in einer Standardrichtlinie definieren. Der Anwendungsprogrammierer muss sich nicht mit den Details der Nachrichtenattribute befassen.

WebSphere MQ -Services

Ein Service beschreibt einen Bestimmungsort (Ziel bzw. Quelle), an den eine Anwendung Nachrichten sendet oder von dem eine Anwendung Nachrichten empfängt. WebSphere MQ ruft ein Ziel einer Nachrichtenwarteschlange auf und eine Warteschlange befindet sich in einem Warteschlangenmanager.

Anwendungen können mithilfe von Services und Richtlinien, die in Konfigurationstabellen definiert werden, Nachrichten in Warteschlangen stellen oder aus Warteschlangen abrufen. Ein Systemadministrator richtet die Parameter zum Verwalten einer Warteschlange ein, die im zugehörigen Service definiert wird. Daher verdeckt die InfoSphere® Federation Server -Messaging-Schnittstelle die Komplexität vor dem Anwendungsprogrammierer. Ein Anwendungsprogramm wählt einen Service aus, indem es ihn als Parameter für WebSphere MQ -Funktionsaufrufe angibt.

WebSphere MQ -Richtlinien

Eine Richtlinie steuert die Nachrichtenbehandlung in MQ-Messaging-Funktionen. Richtlinien steuern Elemente wie die folgenden:
  • Attribute der Nachricht (z. B. Priorität)
  • Optionen für Sende- und Empfangsoperationen (z. B. ob eine Operation Teil einer Arbeitseinheit ist)
DB2 und InfoSphere Federation Server stellen die Standardrichtlinien bereit. Alternativ kann ein Systemadministrator angepasste Richtlinien definieren und in einer Gruppe von DB2 -Konfigurationstabellen speichern. Ein Anwendungsprogramm kann eine Richtlinie als Parameter für WebSphere MQ -Funktionsaufrufe angeben.