Es ist weniger so, dass das Transferlernen Nachteile mit sich bringt, als dass es potenzielle negative Folgen hat, die aus seiner falschen Anwendung resultieren. Transferlernen funktioniert am besten, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:
- beide Lernaufgaben sind ähnlich
- Die Datenverteilungen von Ausgangs- und Zieldatensätzen variieren nicht allzu stark
- Auf beide Aufgaben kann ein vergleichbares Modell angewendet werden
Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind, kann sich das Transferlernen negativ auf die Modellleistung auswirken. In der Literatur wird dies als negativer Transfer bezeichnet. In der laufenden Forschung werden verschiedene Tests vorgeschlagen, um festzustellen, ob Datensätze und Aufgaben die oben genannten Bedingungen erfüllen und somit nicht zu einem negativen Transfer führen.5 Der Ferntransfer ist eine Methode, die entwickelt wurde, um einen negativen Transfer zu korrigieren, der aus einer zu großen Unähnlichkeit der Datenverteilungen von Ausgangs- und Zieldatensätzen resultiert.6
Beachten Sie, dass es keine weit verbreitete, standardisierte Metrik zur Bestimmung der Ähnlichkeit zwischen Aufgaben beim Transferlernen gibt. Eine Handvoll Studien schlägt jedoch verschiedene Bewertungsmethoden vor, um Ähnlichkeiten zwischen Datensätzen und Aufgaben des maschinellen Lernens und damit die Durchführbarkeit des Transferlernens vorherzusagen.7